Freitag, 08 August 2025 10:15

Berliner Projekt „VeloFlow“ soll Radverkehr sicherer machen

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Display zeigt Radfahrern Ampelphase im Voraus Display zeigt Radfahrern Ampelphase im Voraus Foto: pixabay

An ausgewählten Straßen in Berlin werden ab September digitale Displays installiert, die Radfahrenden anzeigen, ob sie die nächste Ampel bei Grün oder Rot erreichen. Das System mit dem Namen „VeloFlow“ soll Unfälle verhindern, den Verkehrsfluss verbessern und spontane Fahrmanöver reduzieren. Ziel ist eine bessere Planbarkeit und mehr Sicherheit für Radfahrende.

Inhaltsverzeichnis:

Invalidenstraße, Stargarder Straße und Schönhauser Allee im Fokus

Insgesamt sind 25 Anzeigetafeln geplant, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ringbahn aufgestellt werden. Zehn davon sollen auf der Invalidenstraße stehen, weitere auf der Stargarder Straße, der Schönhauser Allee, der Prenzlauer Allee sowie auf der Handjery-, Prinzregenten-, Langenscheidt- und Kreuzbergstraße.

Die Auswahl der Straßen basiert auf bestehender Radinfrastruktur und Rückmeldungen aus den Bezirken. Auch moderne Ampelanlagen spielten bei der Auswahl eine Rolle. Nur dort, wo diese vorhanden sind, kann das neue System funktionieren. Die sogenannte „Roadside Unit“ liest Ampeldaten direkt an der Kreuzung aus und überträgt sie drahtlos in Echtzeit an die Anzeige.

Technologie ermöglicht frühzeitige Geschwindigkeitsanpassung

Das Display zeigt an, ob man mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h die Ampel noch bei Grün erreicht. So können Radfahrende das Tempo rechtzeitig anpassen. Laut Verkehrsverwaltung sollen dadurch häufige Stopps, plötzliche Sprints und gefährliche Rotlichtfahrten verringert werden.

Die Anzeigen werden rund 200 Meter vor den Kreuzungen installiert. So bleibt genug Zeit für eine Anpassung der Fahrweise. Das System wurde bereits in Münster getestet. Die dortigen Erfahrungen fließen in die Berliner Umsetzung ein, um Doppelarbeit zu vermeiden.

Kosten von über 3.000 Euro pro Anzeige

Eine einzelne „VeloFlow“-Anzeige kostet rund 3.000 Euro. Zusätzlich fallen Kosten für Stromanschluss, Digitalisierung der Ampeln und Planung an. 85 Prozent der Gesamtkosten trägt das Bundesverkehrsministerium.

Die Berliner Verkehrsverwaltung steht im regelmäßigen Austausch mit den Verantwortlichen in Münster. Beide Städte wollen Erkenntnisse gemeinsam nutzen.

Projektstart ab September mit umfassender Auswertung

Der Start der Installation ist für September geplant. Die genaue Positionierung wird aktuell noch technisch abgestimmt. Weil es sich um ein Pilotprojekt handelt, soll der Effekt auf das Fahrverhalten und den Verkehrsfluss genau analysiert werden. Die Ergebnisse sollen darüber entscheiden, ob und wo das System künftig ausgeweitet wird.

Quelle: RBB24, www.welt.sn2world.com

 

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