Montag, 08 Dezember 2025 14:30

Fahrradstation Lichterfelde Süd eröffnet bald

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Neue Fahrradboxen erleichtern den Umstieg auf die S-Bahn in Lichterfelde Süd. Neue Fahrradboxen erleichtern den Umstieg auf die S-Bahn in Lichterfelde Süd. Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Im Berliner Südwesten verändert sich die Mobilität. Immer mehr Menschen kombinieren das Fahrrad mit der S-Bahn. Besonders am Bahnhof Lichterfelde Süd entsteht bis Januar ein neues, sicheres Abstellsystem, das den Umstieg erleichtert. Die Arbeiten sind bereits gestartet und sollen bis Anfang 2026 vollständig abgeschlossen sein.

Inhaltsverzeichnis:

Bau der Anlage am Westfalenring

Der Bahnhof Lichterfelde Süd zählt zu den wichtigsten Verkehrspunkten im Südwesten Berlins. Viele nutzen ihn täglich, um schnell ins Stadtzentrum zu gelangen oder als Umsteigepunkt für „Park + Ride“. Zahlreiche Pendler kommen aus den umliegenden Ortsteilen mit dem Fahrrad, um dort auf die S-Bahn umzusteigen. Bis Anfang 2026 entsteht eine moderne „Bike + Ride“-Anlage mit rund 50 gesicherten Stellplätzen.

Die zwei Sammelschließanlagen werden über den Zugang Westfalenring erreichbar sein. Während der Bauzeit bleibt dieser Zugang jedoch gesperrt. Fahrräder können dort zukünftig wettergeschützt abgestellt werden. Die Nutzung ist in den ersten 24 Stunden kostenlos, danach kostet sie 70 Cent pro Tag. Für Vielfahrer gibt es Zeit- und Monatskarten, die 7 Euro kosten.

Auch andere Berliner Bezirke investieren derzeit in Infrastrukturprojekte. So sorgt etwa die Verlängerung des Messerverbots an Berliner Bahnhöfen für zusätzliche Sicherheit im öffentlichen Raum.

Unterstützung durch Deutsche Bahn und Bundesministerium

Das Projekt wird im Rahmen der Bike+Ride-Offensive von der Deutschen Bahn unterstützt und zu 70 Prozent durch das Bundesministerium für Umwelt finanziert. Der Bau in Lichterfelde Süd ist Teil des ersten Förderpakets, zu dem auch neue Anlagen in Hermsdorf mit 72 und in Adlershof mit 24 Stellplätzen gehören. Ein weiterer Förderantrag für zusätzliche gesicherte Standorte wurde bereits gestellt.

Urban Aykal (Grüne), Bezirksstadtrat für Straßen und Grünflächen in Steglitz-Zehlendorf, betont den Nutzen der neuen Infrastruktur: „Die gesicherten Anlagen sind ein großer Gewinn für Pendlerinnen und Pendler rund um den Bahnhof Lichterfelde Süd und ein wichtiger Schritt für die Mobilitätswende in Steglitz-Zehlendorf.“

Der Ausbau fügt sich in die stadtweite Strategie zur Förderung nachhaltiger Mobilität ein. Weitere Maßnahmen, wie neue Fahrradwege und Abstellmöglichkeiten, werden auch in anderen Stadtteilen umgesetzt. Dazu gehört auch das Projekt Veloflow, das den Radverkehr in Berlin sicherer machen soll.

Beitrag von InfraVelo und ParkYourBike

Die landeseigene InfraVelo GmbH spielt bei der Umsetzung eine zentrale Rolle. Sie ist verantwortlich für das Buchungs-, Zugangs- und Abrechnungssystem ParkYourBike. Mit diesem System wird der Zugang zu den neuen Fahrradstationen digitalisiert und vereinfacht. Es ermöglicht Nutzern eine flexible Verwaltung ihrer Stellplätze.

InfraVelo baut das Netz an gesicherten Abstellanlagen kontinuierlich aus. Nach der Fertigstellung in Lichterfelde Süd wird Berlin über mehr als 300 Stellplätze an acht Standorten verfügen. Dieses Konzept verbessert nicht nur die Sicherheit für Fahrräder, sondern auch die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs.

Arne Herz, Staatssekretär für Mobilität und Verkehr, erklärte: „Mit dem Ausbau von gesicherten Fahrradabstellanlagen an den Berliner Bahnhöfen fördern wir den Umweltverbund. Davon profitieren alle.“

Mobilitätswende im Südwesten Berlins

Die neue Anlage am Bahnhof Lichterfelde Süd ist ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Verkehrswende. Sie zeigt, wie durch gezielte Investitionen das tägliche Pendeln umweltfreundlicher und komfortabler gestaltet werden kann.

Die Kombination von Fahrrad und S-Bahn entlastet Straßen und Parkflächen und trägt zu einer besseren Luftqualität bei. Für viele Berlinerinnen und Berliner bedeutet das mehr Flexibilität im Alltag und eine attraktive Alternative zum Auto.

Weitere Entwicklungen rund um den Berliner Nahverkehr und Infrastrukturprojekte finden Interessierte unter anderem in Berichten über den eingeschränkten Zugverkehr in Berlin oder über die aktuelle Verkehrssituation in der Hauptstadt.

Mit dem Ausbau der Fahrradabstellanlagen stärkt Berlin seinen Kurs in Richtung moderner, klimafreundlicher Mobilität. Das Projekt in Lichterfelde Süd setzt ein sichtbares Zeichen für die Verbindung von Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Standort auf Google Maps prüfen:

Karte: Google Maps

Quelle: Berliner Morgenpost, 24 Edu Info

FAQ

Wann wird die neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof Lichterfelde Süd fertiggestellt?

Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2026 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt können Fahrräder dort sicher und wettergeschützt abgestellt werden.

Wie viele Stellplätze stehen in der neuen Anlage zur Verfügung?

Insgesamt entstehen rund 50 gesicherte Stellplätze, die in zwei Sammelschließanlagen am Zugang Westfalenring untergebracht sind.

Wie hoch sind die Kosten für die Nutzung der Abstellanlage?

Die ersten 24 Stunden sind kostenlos. Danach kostet die Nutzung 70 Cent pro Tag. Für Vielfahrer gibt es Zeitkarten und Monatskarten für 7 Euro.

Wer finanziert das Projekt in Lichterfelde Süd?

Das Projekt wird im Rahmen der Bike+Ride-Offensive von der Deutschen Bahn umgesetzt und zu 70 Prozent durch das Bundesministerium für Umwelt gefördert.

Welche weiteren Standorte werden mit gesicherten Fahrradabstellanlagen ausgestattet?

Neben Lichterfelde Süd gehören auch die Bahnhöfe Hermsdorf mit 72 und Adlershof mit 24 Stellplätzen zum ersten Förderprojekt. Weitere Standorte sind in Planung.

Welche Rolle spielt InfraVelo bei diesem Projekt?

Die landeseigene InfraVelo GmbH ist für Planung, Bau und das digitale System ParkYourBike verantwortlich. Sie baut das Netz an gesicherten Abstellanlagen in Berlin und Brandenburg kontinuierlich aus.

Was ist das Ziel der neuen Fahrradabstellanlage?

Das Ziel ist, den Umstieg von Fahrrad auf S-Bahn zu erleichtern, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen und die umweltfreundliche Mobilität in Berlin zu fördern.

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