Inhaltsverzeichnis:
- Markthalle Neun wird zum Treffpunkt der Käsekultur
- Ursula Heinzelmann bringt Käsekunst nach Berlin
- Internationale Begegnung und lokale Vielfalt
- Veranstaltung mit wachsender Bedeutung
Markthalle Neun wird zum Treffpunkt der Käsekultur
In diesem Jahr präsentieren 45 Käsemacher, Affineure und Händler aus über 20 Ländern – von Island bis Uruguay – ihre Produkte. Besucherinnen und Besucher können mehr als 500 Sorten probieren, kaufen und vergleichen. Die Auswahl reicht von traditionellen Rohmilchkäsen bis zu modernen Kreationen kleiner Manufakturen. Besonders beliebt sind geführte Verkostungen, die sogenannten „Cheese Walks“, und Bühnengespräche mit Experten. Dort erfahren Interessierte mehr über die Herstellung, Reifung und Herkunft der einzelnen Sorten. Die Live-Öffnung eines ganzen Laibs Parmigiano Reggiano gilt als Höhepunkt des Programms.
Neben der Käseverkostung werden auch sensorische Seminare angeboten. Sie vermitteln Wissen über internationale Käsetraditionen und Methoden der Reifung. Eine Ausstellung mit dem Titel „Exponat Käse“ zeigt die Textur und Struktur verschiedener Sorten unter dem Mikroskop – ein spannender Einblick in die Welt der Milchkulturen.
Ursula Heinzelmann bringt Käsekunst nach Berlin
Seit 2012 kuratiert Ursula Heinzelmann das Event und setzt auf handwerklich erzeugte Produkte. Sie betont, dass echter Käse das Ergebnis einer engen Beziehung zwischen Mensch, Tier und Landschaft sei. Das Ziel der Veranstaltung sei es, Bewusstsein für diese Verbindung zu schaffen. Die Veranstalterin erklärt, dass die Produkte auf der Messe meist in kleinen Betrieben hergestellt werden, in denen Qualität vor Masse steht. Im letzten Jahr besuchten über 5000 Gäste die Veranstaltung, und das Interesse steigt weiter. Viele decken sich mit ihren Lieblingssorten ein und nutzen die Gelegenheit, direkt mit den Produzenten zu sprechen.
Von dem wachsenden Interesse profitieren auch lokale Betriebe. Berliner Aussteller wie „La Cantine d’Augusta“, „Beppis Käse“, „Alte Milch“ und „Blomeyers Käse“ sind fester Bestandteil der Messe. Sie zeigen, dass Berlin inzwischen zu einem wichtigen Standort für handwerklich hergestellten Käse geworden ist.
Internationale Begegnung und lokale Vielfalt
Die „Cheese Berlin“ verbindet kulinarische Traditionen aus aller Welt mit regionaler Kreativität. Käse aus Island trifft auf italienischen Hartkäse, französische Blauschimmelvarianten und Berliner Spezialitäten. Besucherinnen und Besucher erleben, wie unterschiedlich Geschmack, Textur und Aroma von der jeweiligen Landschaft abhängen.
Die Markthalle Neun ist ein idealer Ort für diese Begegnungen. Sie gilt seit Jahren als Zentrum für nachhaltige Lebensmittelproduktion und faire Handelsstrukturen. Auch andere Berliner Ereignisse zeigen, wie vielfältig die Hauptstadt geworden ist. Ähnlich wie beim Berliner Theatertreffen zieht das Event internationales Publikum an.
Ein weiterer Beleg für die kreative Energie der Stadt ist der Ausbau neuer Projekte, etwa der Entwicklungsstandort in Berlin-Köpenick. Beide Beispiele zeigen, wie Berlin Tradition und Innovation vereint.
Veranstaltung mit wachsender Bedeutung
Die „Cheese Berlin“ zählt heute zu den bedeutendsten Käseveranstaltungen Europas. Ihr Konzept aus direktem Austausch, Bildung und Genuss überzeugt Fachleute wie Laien gleichermaßen. Der Markt zeigt, wie wichtig Transparenz, Herkunft und Qualität bei Lebensmitteln sind.
Das Event ist nicht nur eine Verkaufsplattform, sondern auch ein Ort des Lernens. Wer am Sonntag teilnimmt, kann die Vielfalt der Käsekultur erleben und gleichzeitig handwerkliche Produktion unterstützen. Die Veranstaltung findet am 9. November 2025 von 11 bis 18 Uhr in der Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43 in Berlin-Kreuzberg, statt. Der Eintritt kostet 10 Euro. Weitere Informationen, Programm und Tickets finden sich hier.
Berlin bleibt damit nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein kulinarisches Zentrum Europas – eine Stadt, in der Tradition und Geschmack in perfektem Einklang stehen.
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Quelle: Berliner Morgenpost, www.globewings.net/de