Inhaltsverzeichnis:
- Warnung des Deutschen Wetterdienstes
- Parks und Zoos bleiben geschlossen
- Konzerte abgesagt oder verschoben
- Wetterlage bleibt instabil
Warnung des Deutschen Wetterdienstes
Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit Niederschlagsmengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter in nur sechs Stunden. In Kombination mit Gewittern könnten sogar bis zu 80 Liter fallen. Die Folge: akute Überflutungsgefahr. Straßen, Unterführungen und Keller könnten rasch volllaufen. Zudem wird vor Aquaplaning und Erdrutschen gewarnt. Autofahrer sollen besonders vorsichtig unterwegs sein – es besteht Lebensgefahr.
Sturmböen werden ebenfalls erwartet. Laubbäume bieten bei diesen Bedingungen große Angriffsflächen, wodurch Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen können. Diese Risiken veranlassten Behörden zu sofortigen Maßnahmen in mehreren Bereichen des öffentlichen Lebens.
Parks und Zoos bleiben geschlossen
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat alle Parkanlagen in Berlin und Brandenburg ab 14:00 Uhr vorsorglich geschlossen. Die Schließung gilt bis auf Widerruf. Auch in den kommenden Tagen könnten einzelne Parks wegen Schäden oder Aufräumarbeiten gesperrt bleiben. Der Familiengarten und der Zoo in Eberswalde wurden ebenfalls geschlossen. Die Stadtverwaltung erklärte, dass die Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter an erster Stelle stehe.
Konzerte abgesagt oder verschoben
Das Konzert von Robbie Williams in der Berliner Waldbühne wurde verschoben. Es sollte am Montagabend stattfinden, wird aber wegen des Unwetters auf Mittwoch verlegt. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, wie der Veranstalter mitteilte. Auch das geplante Open-Air-Konzert von Anna Netrebko und Yusif Eyvazov auf dem Gendarmenmarkt musste aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.
In anderen Regionen Deutschlands hat das Unwetter ebenfalls Schäden hinterlassen. Im Allgäu fielen Hagelkörner in der Größe von Ein-Euro-Münzen. In Sachsen musste die Autobahn 72 im Vogtland wegen Überflutung gesperrt werden. Die Unwetterlage zeigt damit ein überregionales Ausmaß.
Wetterlage bleibt instabil
Laut Wetterexperten entsteht die extreme Wetterlage durch eine sogenannte Luftmassengrenze. Diese trennt sehr warme und feuchte Luftmassen aus Osteuropa von kühler, ebenfalls feuchter Luft aus dem Westen. In der Nacht zum Dienstag zieht der Regen langsam Richtung Ostsee ab. In den kommenden Tagen bleibt das Wetter jedoch unbeständig – mit Schauern und vereinzelten Gewittern, jedoch ohne weitere Unwettergefahr.
Der Juli fällt bereits jetzt deutlich zu nass aus. Laut ARD-Wetterexperten wurde das Monatssoll an Niederschlag in vielen Regionen bereits erreicht oder überschritten. In Verbindung mit den vorangegangenen Regenfällen reduziert sich damit das bestehende Niederschlagsdefizit weiter – teils wird es sogar ausgeglichen.
Quelle: RBB24, www.globewings.net/de