Am Freitagmorgen gaben die Berliner Behörden Entwarnung. Die in der Spree bei der Fischerinsel gefundene Weltkriegsbombe stellt keine Gefahr mehr dar. Zuvor hatten rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen.
Inhaltsverzeichnis
- Evakuierung an der Fischerinsel
- Rotes Rathaus und Senatsgebäude betroffen
- Schwierige Begutachtung der Bombe
- Weitere Einsätze in Spandau und an der A15
Evakuierung an der Fischerinsel
Die Bombe wurde am Donnerstagabend bei Arbeiten im Bereich der Mühlendammschleuse entdeckt. Sofort wurde das Umfeld abgesperrt und der Schiffsverkehr gestoppt. Die Polizei bestätigte, dass die Stadtbahn nicht betroffen war. Die U-Bahnlinie 2 musste zwischen Alexanderplatz und Spittelmarkt unterbrochen werden.
Die Evakuierung begann noch in der Nacht.
- Rund 10.000 Anwohnende mussten ihre Wohnungen verlassen
- Polizeikräfte gingen von Tür zu Tür
- Durchsagen mit Lautsprechern unterstützten die Räumung
- Eine Notunterkunft wurde im Rathaus Mitte eingerichtet
Auch Krankentransporte wurden durchgeführt. BVG-Busse halfen beim Abtransport der Menschen.
Rotes Rathaus und Senatsgebäude betroffen
Der Sperrkreis umfasste auch mehrere zentrale Einrichtungen. Das Rote Rathaus sowie weitere Senatsgebäude und Botschaften lagen im abgesperrten Bereich. Medizinische Einrichtungen blieben jedoch verschont.
Die Räumung verlief ohne größere Probleme. Laut Polizei stieß das Vorgehen auf viel Verständnis. Wichtig war dabei die Sicherheit der Bevölkerung.
Schwierige Begutachtung der Bombe
Die Untersuchung des Blindgängers erfolgte in der Nacht. Taucher und Entschärfer mussten unter Wasser arbeiten. Dunkelheit, Tiefe und Schlick erschwerten den Einsatz. Am Freitagmorgen wurde bestätigt, dass es sich um eine ungefährliche Bombe handelt. Eine Entschärfung war deshalb nicht notwendig.
Die Bombe war bei Routinearbeiten des Kampfmittelräumdienstes entdeckt worden. Dabei wurde der Grund der Spree mit einem Bagger abgesucht.
Weitere Einsätze in Spandau und an der A15
Berlin und Brandenburg stehen derzeit mehrfach vor ähnlichen Herausforderungen. Am Mittwoch war in Spandau ein weiterer Blindgänger gefunden worden. Dort müssen am Freitag etwa 12.400 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Zusätzlich wird eine Bombe an der Autobahn 15 zwischen den Anschlussstellen Cottbus Süd und Roggosen entschärft. Auch hier gelten Sperrungen und Evakuierungen.
Die Ereignisse verdeutlichen, dass auch Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg noch zahlreiche Blindgänger in Deutschland gefunden werden.
Quelle: rbb24, www.welt.sn2world.com