Freitag, 27 Juni 2025 12:01

Zugverkehr in Berlin erneut stark eingeschränkt

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Unwetter legen S-Bahn und Regionalverkehr in Berlin lahm Unwetter legen S-Bahn und Regionalverkehr in Berlin lahm Foto: pixabay

Nach heftigen Unwettern kommt es in Berlin und Umgebung erneut zu erheblichen Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr. Betroffen sind vor allem S-Bahn-Linien im Norden sowie Regionalverbindungen.

Inhaltsverzeichnis:

S-Bahn Berlin weiter betroffen

Sperrungen auf den Linien S1, S2, S3, S8, S9, S25 und S75 sorgen am Freitag für massive Verzögerungen. Der Betrieb der Linien S26 und S85 wurde vollständig eingestellt. Ersatzverkehre mit Bussen fahren nur punktuell, zum Beispiel zwischen Schönholz und Hohen Neuendorf sowie zwischen Hennigsdorf und weiteren Haltepunkten.

Am Donnerstagabend hatte die Deutsche Bahn wegen umgestürzter Bäume den Betrieb im gesamten Netz zeitweise gestoppt. Auch am Freitagmorgen war die Lage weiter angespannt. Einzelne Strecken sind weiterhin nicht freigegeben, da Bäume die Gleise blockieren. Konkret bedeutet das:

  • Die Linie S1 endet nördlich bereits in Schönholz.
  • Die S25 fährt nur bis Tegel.
  • Die S3 wendet in Charlottenburg.
  • Die S9 ist wieder bis Spandau unterwegs – dies jedoch erst seit Freitagmittag.
  • Die Linien S26 und S85 bleiben bis auf Weiteres außer Betrieb. Nach Bahnangaben ist mit einer Normalisierung erst am Nachmittag zu rechnen.

Regionalzüge mit Totalausfällen

Auch der Regionalverkehr ist stark betroffen. Die Linien RB21 und RB55 fallen komplett aus. Ebenso betroffen ist der RB20, der nicht zwischen Golm und Hennigsdorf verkehrt. Der RE6 ist zwischen Hennigsdorf und Charlottenburg außer Betrieb.

Die Deutsche Bahn rechnet mit anhaltenden Ausfällen und Verspätungen, vor allem auf nördlichen Strecken rund um Berlin. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt zu informieren oder alternative Verbindungen zu nutzen.

Berlin–Hamburg nur eingeschränkt nutzbar

Im Fernverkehr bleibt die Strecke Berlin–Hamburg weiter nur eingeschränkt befahrbar. Auf dieser Verbindung ist aktuell nur ein Gleis in Betrieb. Dadurch kommt es zu durchschnittlich 15 Minuten Verspätung. Ähnliche Verzögerungen betreffen auch Züge aus und nach Hamburg, etwa den Eurocity nach Prag.

Auch die Strecke Berlin–Hannover weist Störungen auf. Hier muss laut Bahn eine beschädigte Oberleitung repariert werden. Das betrifft sowohl den Fernverkehr nach Hannover als auch internationale Verbindungen, etwa den Intercity nach Amsterdam.

Bahn erwartet Entspannung bis Mittag

Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass sich die Lage im Tagesverlauf entspannt. Mit einer vollständigen Behebung der Schäden rechnet das Unternehmen bis in die Mittagsstunden. Bis dahin kann es weiter zu Ausfällen, Verspätungen und kurzfristigen Fahrplanänderungen kommen.

Quelle: RBB24, www.welt.sn2world.com

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