Inhaltsverzeichnis:
- Festnahme im Kollwitzkiez
- Durchsuchung in Berlin
- Entwicklung der Einbrüche in Prenzlauer Berg
- Stadtweite Zahlen für Berlin
Festnahme im Kollwitzkiez
Am Abend des 20. August beobachteten verdeckte Einsatzkräfte den 28-Jährigen. Gegen Mitternacht betrat er gemeinsam mit seinem 25 Jahre alten Begleiter mehrere Mehrfamilienhäuser im Kollwitzkiez in Prenzlauer Berg. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden weitere Wohnungseinbrüche vorbereiteten.
Zur Vorbereitung nutzten sie eine bekannte Methode. Sie brachten dünne Klebefäden aus Sekundenkleber an Türrahmen an. Diese fast unsichtbaren Fäden zeigen, ob eine Wohnung betreten wurde. Reißt der Faden, war jemand zuhause. Bleibt er mehrere Tage unversehrt, gehen Täter von Abwesenheit der Bewohner aus.
Durchsuchung in Berlin
Gegen 1:40 Uhr erfolgte der Zugriff. Die Einsatzkräfte nahmen beide Verdächtige fest. Anschließend wurde die Wohnung des 28-Jährigen durchsucht. Dabei stellten Ermittler mehrere Gegenstände sicher:
- Einbruchswerkzeuge
- Tuben mit Klebstoff
- Tatbeute, darunter Schmuck und Armbanduhren
Ein Teil der Beute konnte einem Einbruch vom 11. August zugeordnet werden. Die Männer sitzen inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.
Entwicklung der Einbrüche in Prenzlauer Berg
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Prenzlauer Berg hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Während der Pandemie 2020 und 2021 war ein Rückgang zu beobachten. Danach stiegen die Zahlen wieder an.
Im Winsviertel von Prenzlauer Berg zählte die Polizei:
- 2022: 9 Fälle
- 2023: 15 Fälle
- 2024: 21 Fälle
Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung in nur zwei Jahren.
Stadtweite Zahlen für Berlin
Auch berlinweit zeigt sich derselbe Trend. Laut Polizei wurden registriert:
| Jahr | Anzahl der Wohnungseinbrüche |
|---|---|
| 2021 | 4.984 |
| 2022 | 6.155 |
| 2023 | 8.323 |
| 2024 | 8.529 |
Die Statistik macht deutlich, dass Wohnungseinbrüche in Berlin nach der Pandemie wieder stark zugenommen haben.
Die Ermittlungen gegen die beiden Verdächtigen dauern an.
Quelle: RBB24, www.globewings.net/de