Wann kann ein Fahrverbot verhängt werden?

Wann kann ein Fahrverbot verhängt werden?

Dies wäre der Fall, falls der Fahrer das die Höchstgeschwindigkeit begrenzende Verkehrsschild infolge eines sogenannten Augenblicksversagens nicht wahrgenommen hat und ihm insofern lediglich eine leichte Fahrlässigkeit zur Last fällt. Einfache Fahrlässigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass keine weiteren Umstände vorliegen, aufgrund derer sich dem Fahrer die Geschwindigkeitsüberschreitung geradezu hätte aufdrängen müssen. Ihr Rechtsanwalt für Verkehrsrecht aus Berlin

Hilfe bei Fahrverboten

Im konkreten Fall übersah der Fahrer das Ortseingangsschild und nahm lediglich das Ortsausgangsschild wahr, das kurz vor dem Ortsausgangsschild positioniert war. Infolgedessen glaubte er, sich außerorts zu befinden und beschleunigte auf knapp 100 km/h, wobei er nach ca. zwei Kilometern gemessen wurde. Die Tatsache, dass sich der Fahrer an die außerorts geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h hielt und es auch keine Anhaltspunkte wie z.B. enge Bebauung oder beleuchtete Bürgersteige gab, aufgrund derer dem Fahrer klar hätte sein müssen, dass er sich innerorts befindet, führte dazu, dass die indizielle Wirkung der Verwirklichung des Regelbeispiels des § 25 I 1 StVG entfiel und ein Fahrverbot nicht zu verhängen war. Hier informieren

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