Dienstag, 04 Februar 2025 17:07

Immer weniger Ehen in Deutschland

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Ehen-Berlin Ehen-Berlin pixabay/Foto illustrativ

Berlin und Brandenburg haben bundesweit die wenigsten Verheirateten. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass nur jeder dritte Erwachsene in Berlin verheiratet ist. In Brandenburg liegt der Anteil ebenfalls deutlich unter dem Durchschnitt. Bundesweit ist die Zahl der Ehen in den letzten 30 Jahren gesunken.

Inhaltsverzeichnis:

Weniger Eheschließungen, mehr Singles

Ende 2023 waren rund 35 Millionen Menschen in Deutschland verheiratet – das entspricht etwa 50 Prozent der Bevölkerung über 18 Jahren. Vor 30 Jahren lag dieser Anteil noch bei 60 Prozent mit etwa 39 Millionen Verheirateten. Der langfristige Trend zeigt, dass immer weniger Menschen den Bund der Ehe eingehen.

Parallel dazu steigt die Zahl der ledigen Erwachsenen. 1993 waren 15,8 Millionen Menschen über 18 Jahre ledig, 2023 waren es bereits 22,6 Millionen. Ihr Anteil an der erwachsenen Bevölkerung stieg von 24 auf 33 Prozent. Dieser Anstieg ist in den Städten besonders stark zu beobachten.

Berlin: Hauptstadt der Singles

Berlin hat den bundesweit niedrigsten Anteil an Verheirateten. Nur 30,6 Prozent der Erwachsenen – rund 1,15 Millionen Menschen – sind verheiratet. Dagegen sind 56 Prozent der Berliner Erwachsenen, also etwa 2,1 Millionen Menschen, ledig. Verwitwet sind 5,1 Prozent, geschieden 8,6 Prozent der Volljährigen.

Brandenburg: Ähnlicher Trend

Auch Brandenburg liegt unter dem Durchschnitt. Hier sind 41,5 Prozent der Erwachsenen verheiratet, während 42,6 Prozent ledig sind. Verwitwete machen 7,8 Prozent aus, geschiedene 8,1 Prozent.

Gründe für den Rückgang der Eheschließungen

Psychotherapeut Wolfgang Krüger aus Berlin nennt mehrere Gründe für diese Entwicklung. Er betont, dass Heiraten heute nicht mehr aus wirtschaftlichen Gründen notwendig ist. Früher spielten finanzielle Abhängigkeiten eine Rolle, doch das habe sich verändert.

Ein weiterer Faktor ist die niedrige Geburtenrate. Viele Menschen verzichten auf die Ehe, wenn Kinder nicht geplant sind. Zudem heiraten viele erst nach längerer Beziehung und gemeinsamer Zeit in einem Haushalt. Krüger spricht von einem „Dreierschritt“ in Beziehungen: Kennenlernen, Zusammenziehen, später Heiraten.

Diese veränderten Muster führen laut Experten zu stabileren Partnerschaften. Moderne Ehen entstehen oft nach reiflicher Überlegung und haben dadurch eine höhere Chance auf Dauerhaftigkeit.

Quelle: www.welt.sn2world.com, rbb24.de

 

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